Zecken die lästigen Biester für Geocacher

Veröffentlicht am: 10.03.2017 18:24:39
Kategorie: Info & Service

Zecken sind für uns Geocacher nicht zu unterschätzen, denn viele Caches sind in Wäldern versteckt - und da gefällt es den kleinen Biestern ganz besonders gut. Da Zecken auch Krankheiten übertragen können ist eine entsprechende Vorsicht geboten.

Der bevorzugte Lebensraum der Zecken sind also mittelgradig feuchte Stellen in Laub- und Mischwäldern mit üppigem Unterholz (Gräser, Sträucher, Büsche). Dies sind insbesondere verstrauchte und vergraste Waldränder, Waldlichtungen und Waldwege, sowie Hecken und hohes Gras- und Buschland.

Zecken beherbergen die verschiedensten Erreger und übertragen diese durch Stiche. Das kann zu schweren Krankheiten führen. Die bekanntesten Krankheiten sind:

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit, die bei Patienten zu einer Hirnhautentzündung führen und tödlich enden kann.

Die Borreliose ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Infektionskrankheit. Die Bakterien können bei Infizierten jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen.

2008 sind in der Schweiz 127 Menschen an der Zecken-Hirnhautentzündung erkrankt. Zudem erkranken laut Schätzungen jährlich 3000 bis 5000 Menschen in der Schweiz an Borreliose.

Zecke

kann man sich dagegen schützen?

Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht! Aber man kann dennoch einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden:

Auf die richtige Kleidung achten. Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen tragen. Da Zecken hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern sitzen, ist es sinnvoll, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. Helle Kleidung ist günstiger als dunkle, da man Zecken darauf gut erkennen und noch vor einem Stich entfernen kann.

Nach einem Besuch im Freien in einem Zeckengebiet sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen. Zecken suchen sich erst eine geeignete Stelle bevor sie stechen und krabbeln meist eine zeitlang am Körper entlang. Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen, deshalb sollte man sich unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, auf dem Kopf (vor allem bei Kindern) und im Schritt besonders gründlich auf Zecken untersuchen.

Den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz vermeiden.

Insektenabweisende Mittel verwenden. Diese helfen zumindest eine Weile. Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar. Wie wirken die zeckenabweisenden Mittel? Zecken suchen sich ihre Opfer nach dem Geruch: Mit dem Hallerschen Organ nehmen sie ganz bestimmte Stoffe wahr, die von ihnen als „attraktiv“ eingestuft werden. Es gibt aber auch bestimmte Duftstoffe, die Zecken nicht mögen.

Zecke Blatt

Wo treffen wir die Zecken in der Schweiz an?

FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis)

Vorkommen von Zecken welche die FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) übertragen können

FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis)

- Dunkelgrün sind die Hochrisikogebiete
- Hellgrün sind Risikogebiete -> Vorkommen des FSME-Virus möglich

Lyme-Borreliose

Vorkommen von Zecken welche die Lyme-Borreliose übertragen können...

Lyme-Borreliose

Risikogebiete:
Vorkommen von Borrelia burgdorferi in der ganzen Schweiz, durchschnittlich in jeder dritten (zwischen 5% bis gegen 100%) Zecke.

Quelle: www.zecken.ch

 

Zecken richtig & schnell entfernen

Wenn man von einer Zecke befallen wurde, so ist schnelles und richtiges Handeln sehr zu empfehlen, denn Zecken können Krankheitserreger übertragen - und damit ist ganz und gar nicht zu spassen!
Nachfolgend also einige Tipps und Tricks, wie man diese kleinen Tiere wieder los wird...

Bei Zeckenbefall soll die Zecke möglichst rasch durch Fassen mit einer feinen Pinzette direkt über der Haut und kontinuierlichem Zug entfernt werden.

Überflüssige Manipulationen wie z.B. Drehen, Aufbringen von Öl, sind zu unterlassen. Der Zeckenkörper darf nicht gequetscht werden, da sonst infektiöses Sekret über den Speichel in den Organismus gelangen kann.

Die Stichstelle und die Hände sollen nachher desinfiziert werden. In der Haut verbleibende Mundwerkzeuge werden binnen Tagen „abgestossen“. Geschieht dies nicht oder entzündet sich die Einstichstelle, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Das Datum des Stiches und die betroffene Körperstelle sollten notiert werden, so dass nach 3 Wochen eine Selbstkontrolle möglich ist.

Die entfernte Zecke sollte, besonders bei Verdacht auf eine Infektion, nicht weggeworfen werden. Falls erforderlich kann der Arzt die Zecke untersuchen lassen. Sie kann auch nach der Entfernung Aufschluss über Krankheitserreger geben.

Nun wünschen wir euch eine ganz tolle Geocaching-Zeit ohne zu viele Zeckenbisse und wenn es doch passieren sollte, dass du nun weisst, wie man damit umgehen kann...

Herzliche Grüsse
Martin & Team

teile den Blogbeitrag

Kommentar hinzufügen

 (mit http://)