Geocache suchen

Grundsätzlich gilt: Je besser man sich vorbereitet, desto weniger Probleme können vor Ort auftreten. Daher empfiehlt es sich in jedem Fall, die Cachebeschreibung schon zu Hause gründlich zu lesen, um ggf. auch die Ausrüstung anpassen zu können.

Informationsbeschaffung

Falls du dich zum erstem mal auf die Suche nach einem Geocache machst, solltest du dich für ein einfaches Ziel entscheiden. In der Regel wird dies ein sog. "Traditional Cache" sein. Das sind Geocaches bei denen dir die veröffentlichten Koordinaten direkt die Lage des Versteckes verraten, ohne das du im Vorfeld Rätsel lösen oder über mehrere Etappen gehen musst.Das Rating (Bild) wird dir noch weitere Informationen über den Schwierigkeitsgrad des Caches geben. Dieses nimmt der Eigentümer des Caches nach einem vorgegebenen Bewertungssystem vor, damit man sich eine Vorstellung der allgemeinen Schwierigkeit sowie der Schwierigkeit des Geländes machen kann, in dem sich der Cache befindet.

Nachdem du dich für einen Cache entschieden hast, wirst du immer noch ein paar weitere Informationen benötigen. Zuallererst wird Dich die ungefähre Lage des Cache interessieren. Auf Geocaching.com findest du einen Link zu Mapquest o.ä. die dir die Lage verraten. Besorge Dir eine topografische Karte vom Gebiet für Caches, die abseits eines Wegs oder zu entlegen sind, um in die Nähe zu fahren. Dann kannst du die - fast - exakte Lage des Verstecks bereits zu Hause ermitteln. Falls Du das Gelände kennst, kannst Du ausschließlich mit dem GPS Empfänger navigieren. Dies ist jedoch am anspruchsvollsten und für die ersten Versuche nicht zu empfehlen. Wichtig ist auch die Einträge deiner Vorgänger zu lesen. Sie enthalten oft wertvolle Hinweise.

Vorbereitung

Nachdem du nun weisst, wo sich der Cache in etwa befindet und wie du dort hinkommst, ist es eventuell noch notwendig, im Vorfeld einige Informationen zu beschaffen. Wenn du dies alles erledigt hast, kann es eigentlich schon los gehen.

Bei einigen wenigen Schätzen ist es wichtig, nicht alleine los zu ziehen und eine spezielle Ausrüstung mitzunehmen. Solche Caches solltest du nur dann in Angriff nehmen, wenn du die entsprechenden Voraussetzungen erfüllst:

  1. Gehe niemals in die Wälder oder zu entfernten Gebieten ohne einen Partner, besonders auch beim Geocaching.
  2. Viele Caches sind abseits von befestigten Wegen, vergiss deshalb nicht, wo Du bist. Wenn Du Dich auf Dein GPS-Gerät konzentrierst, sieh' Dich immer wieder um nach Löchern, Klippen, etc.
  3. Bringe genügend Wasser mit und trinke auch ausreichend davon. Trinke nicht direkt von einem Bach oder Fluss. Für manche der schwierigeren Trips empfiehlt es sich, ein ein Wasser-Filtriersystem oder Trinkwassertabletten mitzunehmen. Du bekommst sie bei den meisten Camping-Läden.
  4. Informiere jemanden, wohin Du gehst und wann Du wieder zurückkommst.

Liste mit Dingen, die (bei Bedarf) in den Cache-Rucksack gehören:

  1. Cache-Beschreibung mit Additional Hints als Ausdruck
  2. Spoiler-Fotos als Ausdruck (nur für den Notfall)
  3. (Digital-)Kamera
  4. Ersatzbatterien oder -akkus (vor allem für das GPS-Gerät)
  5. GPS-Gerät
  6. Kompass (evtl. im GPS-Gerät integriert)
  7. Landkarte vom Gebiet im Massstab 1:25'000 oder 1:50'000 (evtl. im GPS-Gerät integriert)
  8. Taschenlampe (auch am Tage, falls der Cache z.B. in dunkeln Hohlräumen versteckt ist)
  9. Tauschbares

Wald

Die Schatzsuche

Jetzt bist Du bereit für die Jagd.

Im Normalfall sollte es recht einfach sein, bis auf einen Kilometer oder so an den Cache heranzukommen. Falls Du Deine Vorbereitungen gemacht hast, verlasse Dich eher auf die Karte als aufs GPS Gerät (welches trotzdem die ganze Zeit anbleibt). Es wird mit Sicherheit vorkommen, dass Du zwischendrin wegen Bäumen oder Bergen mal das Signal verlierst.

Falls Du auf Waldwegen unterwegs bist können die Schilder für ausgezeichnete Wege recht klein sein und werden leicht übersehen. Anstatt Strassenschildern findet man oft nur eine Farbmarkierung, wie zum Beispiel auch bei Alpenwanderwegen. Versuche also in solchem Gelände möglichst oft Deine Position mit der Karte abzugleichen. Hierfür ist auch ein Kompass sehr hilfreich. Beim Verlassen des Fahrzeugs, markiere dasselbe mit einem Wegpunkt! Hört sich unnötig an, aber sobald Du mitten in der Schatzsuche bist, ist die Orientierung schnell verloren. Dies sind Erfahrungswerte!

Wenn du bis auf ca. 100 Meter an den Cache herangekommen bist, solltest du die Signalqualität überprüfen. Oft ist aufgrund der Umgebung der Positionsfehler irgendwo zwischen 4 und 80 Meter. Verlasse Dich vor allem bei schlechtem Signal weniger auf den Pfeil als auf die absolute Entfernungsangabe in Metern.

Die letzten 10-30 Meter sind oft am schwierigsten. Nur selten wird man direkt bis vor den Schatz geführt und wenn doch, gibt es immer viele Möglichkeiten, einen Cache zu verstecken. Es ist deshalb sehr hilfreich, sich in die versteckende Person zu versetzen. Wo würde ich einen Cache verstecken? Sind hier unnatürliche Erhebungen (Steinhaufen), Baumstümpfe, unter denen der Cache versteckt sein könnte? Ist der Schatz vielleicht unter der Parkbank oder hinter dem Verkehrsschild versteckt? Um das genaue Versteck besser eingrenzen zu können ist es hilfreich zu wissen, um was für einen Typ Cache es sich handelt.

Der Fund

Glückwunsch, du hast den Schatz gefunden. Und jetzt?

Sieh Dich noch mal gut um! Achte darauf, dass du unbeobachtet bist! Nimm einen Gegenstand aus dem Cache heraus und lass einen anderen Gegenstand zurück. Trage deinen Besuch im Logbuch ein. Verschliesse den Cache wieder gründlich und verstecke ihn wieder genau da, wo du ihn gefunden hast. Sobald Du nach Hause kommst, trage Deinen Fund auch auf der Cacheseite www.geocaching.com ein.